Als Hundehalter macht man sich oft Gedanken, ob man alles richtig macht für seine Fellnase. Ganz schnell kann man so zu Übertreibungen neigen. Der Markt wird ja auch immer grösser. Leider immer öfter mit Dingen, die eigentlich unnütz, überdreht und leider auch teilweise garnicht gesund sind.

Den richtigen Weg muss jeder für sich selber finden. Dass das nicht besonders einfach ist, erlebe auch ich immer wieder. Schliesslich will man ja nur das Beste für den Fellpopo an seiner Seite. Ich bin schlussendlich zu der Erkenntnis gekommen, dass auch hier wie so oft im Leben der Slogan: "Weniger ist mehr" sehr gut zutrifft. Nicht selten war ich in Versuchung irgendwelche Mittelchen an Sammy zu verfüttern. Es gibt ja als Vorbeugung für fast alle möglichen Krankheiten Pülverchen, Pillen, Kräuter etc., die als Nahrungsergänzung empfohlen werden. Es gibt Vitamin- und Nährstofftabellen... Da kann man ganz wirr werden...

Allerdings sollte man sich bewusst werden, dass man nicht allem vorbeugen kann und seinen Schnuckelköter nicht vor alllen negativen Eventualitäten bewahren kann. Gerade mit Nahrungsergänzungen kann man teilweise das Gegenteil bewirken, wenn sie überdosiert werden. Und das kann schnell passieren, da es sich hier meist um Zahlen aus dem Microgramm-Bereich handelt.
Ich  habe mich dann irgendwann gefragt, ob ich meinen eigenen Vitamin- und Mineralienbedarf überhaupt kenne, geschweige denn einhalte. Natürlich nicht. Doch, oh Wunder: Ich lebe und bin topfit. Warum? Weil ich mich gesund und ausgewogen ernähre. Weil ich körperlich und geistig ausgelastet bin und weil ich eine gesunde Einstellung zur Hygiene habe. Und genau das sind auch die Punkte, die für einen gesunden Hund am wichtigsten sind. Hinzu kommt, dass ich Menschen habe bei denen ich "ich sein" kann. Auch das braucht ein Hund, Hundefreunde. Kein Mensch kann seinem Vierbeiner das Herumtollen mit Artgenossen ersetzen.

2 Punkte fallen mir noch ein, die auch für die Gesundheit unserer Hunde eine nicht besonders unwichtige Rolle spielen.

1. Impfungen
Für die meisten Hundehalter ist es so eine Art Gesetz. Es wird jährlich geimpft und fertig. "Das ist eben so" Einige haben nun evtl. davon gehört, dass es mittlerweile 3-Jahres-Impfungen gibt.
Doch leider wissen die wenigsten, dass gerade diese Mehrfachimpfungen, die unseren Hunden regelmässig verabreicht werden sehr negative Auswirkungen haben können und wie schwer sie das Immunsystem angreifen. Die Grundimmunisierung eines Hundes hält etwa 7-15 Jahre an. Hier ein paar Links zu dem Thema, die mir die Augen geöffnet haben:

CONTRA-IMPFEN
Unter anderem sind dort ausserdem viele interessante Sachen über die Ernährung, Erziehung etc. zu lesen.

Haustierimpfungen
Alles rund um`s Impfen


2. Wurmkuren
Leider gibt es meiner Ansicht nach immernoch sehr viele Hundehalter, die denken, dass man alle 3 Monate entwurmen muss und dass Wurmkuren auch vorbeugend sind.
DAS STIMMT NICHT!
Wenn ein Hund heute eine Wurmkur bekommt, kann er morgen dennoch wieder Würmer haben. Und Wurmkuren sind Chemie. Die meisten zumindest. Dadurch wird das Immunsystem und den Magen-Darm-Trakt angreifen. Man sollte seinem Hund sowas also auch nur dann zumuten, wenn tatsächlich Würmer vorhanden sind. Wir nehmen ja auch keine Kopfschmerztablette, obwohl wir keine Schmerzen haben.
Auch dazu hier ein interessanter Link:
Entwurmung mit Kräuter

Sammy wurde noch nie entwurmt. Er hatte noch nie Würmer.
Wir lassen ab und zu (alle paar Monate) Kotproben untersuchen und bisher war der Befund immer negativ.

Zur Vorbeugung gibt es zum Beispiel:
- Kokosraspel (einfach zum normalen Futter dazu)
- alle 2-3 Wochen ungewürzten, gekochten Reis mit rohen, geraspelten Möhren zum Abendbrot

Die genannten Dinge sind als Ammenmärchen bekannt. Bei uns scheint es allerdings zu helfen. Schaden tuts dem Hundchen auf keinen Fall, im Gegenteil.

Ich kann nur immer wieder empfehlen, sich nicht verrückt machen zu lassen und nicht dem erstbesten Tierarzt 100% Vertrauen zu schenken.
Wir haben uns seit wir Sammy haben immer so viele Meinungen und Erfahrungen wie möglich eingeholt und uns dann daraus die eigene Meinung gebildet. Und bisher klappts so prima. Er ist topfit und wir sind glücklich.


UND DRITTENS:

Lasst den Hund, Hund sein.
Um gesund und munter zu sein, braucht ein Hund Spiel, Spass und auch mal Auseinandersetzungen mit Artgenossen.